Student sein – aber richtig versichert!


Wer wie ich immer wieder in den Weiten des Internets unterwegs ist, kennt sie, die kleinen (und großen) Fenster, die mir immer wieder erzählen wollen, dass ich unbedingt eine private Krankenversicherung brauche. Oder endlich meine Beißer versichern soll. Klar, mir fallen mit 20 auch schon die ersten Zähne aus.

Und ein Jahr später schleif ich mit Krücken in den Hörsaal. Spaß beiseite: Die Frage, welche Versicherung macht Sinn und was brauche ich nicht, stellen wir uns doch alle. Oder sollten es zumindest. Ich muss mich schon aufraffen, um mir Gedanken darüber zu machen, ob ich zu denen gehöre, die man als chronisch unterversichert bezeichnet. Oder mich doch einfach zufrieden zurücklehnen kann.

Deshalb soll es diesmal um das trockene, aber doch notwendige Thema der Versicherungen gehen, auf die sich ein Student verlassen können muss. Die erste große Nummer auf der Liste ist die Krankenversicherung. Die meisten Kommilitonen werden mit Sicherheit noch über die Familienversicherung der Eltern umsorgt. Parallel gibt es entweder die Möglichkeit, sich über die private Krankenversicherung oder die studentische Krankenversicherung absichern zu lassen. Eine der Variante muss in jedem Fall sein.

Aber Achtung: Wer als Student die Vorzüge der PKV genießen will, muss sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung erst befreien lassen. Das heißt in der Praxis, dass bis spätestens drei Monate nach dem Beginn des 1. Semesters, im Amtsdeutsch dem Beginn der Versicherungspflicht, die Befreiung beantragt sein muss. Eine 2. Chance gibt´s nach dem Ende der Familienversicherung – mit 25 oder dem Ende des 14. Fachsemesters. Die KV muss auf jeden Fall sein – schließlich gibt es hierzulande eine Versicherungspflicht – zumindest in puncto Krankenversicherung. Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Was ist meiner Meinung nach noch für den Studenten ein Must-have? Wer des Öfteren mit dem Rad unterwegs ist, kennt – zumindest in einer Stadt wie Jena – die eine oder andere brenzlige Situation. Und falls der heiß geliebte Drahtesel mit einem Knall in einem Kotflügel zum Stehen kommt, wird´s zumindest bei meinem Monatsbudget eng. Oder ein Fall für die Haftpflicht.

Last, but not least – die Sache mit dem Hausrat. Hier springt wahrscheinlich bei den meisten die Versicherung der Eltern ein. Aber bevor wir das Nachsehen haben, sollten wir uns auch darum kümmern. Und wie sieht´s mit der Berufsunfähigkeit aus? Zugegeben – ein Thema, mit dem ich mich als Student nicht wirklich beschäftige. Zumal das mit dem Beruf derzeit noch so eine Sache ist. Einige Versicherer decken daher genau genommen in den ersten Semestern nicht die Berufsunfähigkeit, sondern nur eine Erwerbsunfähigkeit.

Wer doch ein wenig genauer darüber nachdenkt, wird schon deshalb um einen genauen Blick ins Kleingedruckte nicht herumkommen. Ein weiterer Hinweis, den man von jedem Versicherungsexperten beim Thema Berufsunfähigkeit zu hören bekommt – Augen auf beim Recht auf die abstrakte Verweisung. Und auch auf die Möglichkeit der Nachversicherung achten. Mein persönliches Fazit: Wer sich als Student um die richtigen Versicherungen kümmert, lernt einfach entspannter.


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One Response to Student sein – aber richtig versichert!

  1. Chrissi sagt:

    Grade der punkt, dass man im studium net mehr zurück wechseln kann, wird wahrscheinlich zu wenig beachtet…s ist halt verlockend, privat versichert zu sein, aber es gibt dann halt kein zurück mehr (fürs erste zumindest). deshalb gut vorher überlegen! auch mal auf solchen vergleichsseiten vorbeischauen, des kann auch helfen (war zb mal bei http://www.studenten-pkv.de)

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